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Der Sternhimmel im Februar 2018

 

Im Februar spürt man deutlich, dass die Tage länger werden und die Sonne einen größeren Tagbogen absolviert. Traditionell wird dies durch das Fest der Lichtmess am 2. Februar zum Ausdruck gebracht. So heißt es im Volksglauben, gegenüber der  Wintersonnwende verlängere sich der Tag „an Weihnachten um einen Hahnentritt, an Neujahr um einen Männerschritt, an  Dreikönig um einen Hirschensprung und an Lichtmess um eine ganze Stund’“. Exakt sind es für die Region sogar eine Stunde und 31 Minuten. Dennoch bieten die Nächte ausreichend Gelegenheit, um die Schönheiten des Winterhimmels zu beobachten. Aber auch der Blick zum Nachthimmel zeigt dem aufmerksamen Beobachter frühlingshafte Veränderungen.

 

Da sind zunächst die typischen Wintersternbilder Orion und Stier, die schon in den Abendstunden den Meridian überschreiten. Die hellen Sterne Kastor und Pollux in den Zwillingen und die strahlende Kapella aus dem Fuhrmann stehen nahezu im Zenit. Der hellste Stern am Frühlingshimmel, Arktur, zeigt sich in den späteren Abendstunden am Osthimmel. Bereits am frühen Abend ist der Löwe als auffällige Figur im Südosten erkennbar. Seine hellen Sterne ergeben eine Sichel an deren oberen Ende Regulus, der Hauptstern der Figur, steht. Sein Name bedeutet „kleiner König“.  Sternenbeobachter der Antike glaubten, dass Regulus über das Geschehen am Himmel herrscht. Da Regulus nahe der Ekliptik liegt, der Bewegungsebene des Sonnensystems, kommt es häufig zu Begegnungen mit Planeten und dem Mond. So kann man am 1. Februar gegen 19.00 Uhr den noch fast vollen Mond unmittelbar neben Regulus beobachten. Der Stern ist eine gute Markierung, um die Bewegung des Mondes zu erfassen. Bereits nach einer Stunde erkennt man deutlich dessen Bewegungsrichtung nach Osten, was seiner wahren Bahnbewegung um die Erde entspricht. Ungeachtet dessen, nimmt der Mond, wie alle anderen Gestirne, an der täglichen scheinbaren Himmelsbewegung von Ost nach West teil. 

Die exakte Vollmondposition hat der Erdtrabant am 31. Januar um 14.27 Uhr eingenommen. Zu diesem  Zeitpunkt steht er von der Erde aus gesehen in Gegenrichtung zur Sonne. Zwischen zwei Vollmondterminen liegen 29 Tage 12 Stunden 44 Minuten, was als synodischer Monat bezeichnet wird. Da diese Zeitspanne im Durchschnitt kürzer ist als ein Kalendermonat, verteilen sich die Vollmondtermine unregelmäßig und es kommt etwa alle zweieinhalb Jahre vor, dass zwei Vollmonde in einem Monat liegen. Im Januar trat dieser Umstand ein, da es bereits am 2.1. einen Vollmond gab. Landläufig wird der zweite Vollmond eines Monats auch als Blue Moon bezeichnet. Noch viel seltener ist allerdings das Phänomen, das in seinem Februar, der meist nur 28 Tage hat, kein Vollmond eintritt. Für den Februar 2018 ergibt sich dieser ungewöhnliche Fall, den wir letztmalig 1999 hatten und erst wieder 2037 erleben werden. Der März allerdings hat nun gleich wieder zwei Vollmond, am 2.3. und wiederum einen Blue Moon am 31.3. Die Bezeichnung "Blue Moon" hat nichts mit der Farbe des Mondes zu tun. lediglich nach Vulkanausbrüchen kann der Mond einen bläulichen Schimmer annehmen. Vermutlich ist die Formulierung abgeleiet von der englischen Redewendung "Once in a Blue Moon" was so viel wie "alle Jubeljahre einmal" bedeutet. Sie entstammt einem altenglischen Gedicht aus dem 16. Jahrhundert. Die heute verbreitete Definition geht auf einen Artikel in einer astronomischen Fachzeitschrift aus dem Jahr 1946 zurück.

 

 

 

Die Karte zeigt den Sternhimmel Mitte des Monats gegen 20.00 Uhr.

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