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Arbeitsgemeinschaften

AG Planetenbeobachtung

Im Rahmen des Ganztagsangebots des Pestalozzigymnasiums ist die AG "Planetenbeobachtung" ein fester Bestandteil der Aktivitäten der Sternwarte. Die Schüler beschäftigen sich mit astronomischen Beobachtungen von Sonne, Mond und Planeten. Sie erlernen die Handhabung astronomischer Beobachtungstechnik, die Vorhersage von astronomischen Ereignissen, die Grundlagen der Sichbarkeit und physisch Beschaffenheit der Objekte des Sonnensystems. Mit spezieller Software bearbeiten die Mitglieder die fotografischen Dokumente ihrer Beobachtungen. Die Resultate werden regelmäßig in der Sternwarte ausgestellt und im rahmen der Vortragstätigkeit im Planetarium eingesetzt.

 

AG Planetenbeobachtung der Schulsternwarte Rodewisch

Zeit: donnerstags ab 18.00 Uhr

Mitglieder: Schüler der 6. - 12. Klassen des Pestalozzigymnasiums Rodewisch

AG-Leiter: Herr Jochen Engelmann

 

Analemma - Schülerprojekt der AG Planetenbeobachtung

 

Zwei Jahre haben die Mitglieder an der Erstelllung eines Analemma gearbeitet. Von Mai 2013 bis Juni 2015 wurde von einer festgelegten Position vor der Schule an geeigneten Tagen zu einer festen Zeit die Sonne fotografiert. Dabei wurde auf eine stets gleiche Ausrichtung der Kamera geachtet. 

Die exakt gleiche Ausrichtung der Fototechnik war eine echte Herausforderung und hat Ausdauer und präzises Arbeiten verlangt. Mit Libelle am Stativ, das auf festen markierungen aufgestellt war, einer Wasserwaage und den angepeilten Ziffern der Uhr an dem Schulturm wurde die Justage durchgeführt. Mit Funkuhr wurde die Aufnahmezeit, 11.20 Uhr MEZ, sekundengenau eingehalten. Zur Sonnen-fotografie wurde ein Chromfilter vor das Kameraobjektiv montiert.

Die geeignetesten Sonnenbilder wurden gemeinsam mit einer aus gleicher Position angefertigten Schulaufnahme addiert. 

Das dabei entstandene Summenbild zeigt die charakteristische "Himmlische Acht".

 

 

 

Würden wir von einer Kreisbahn der Erde in der Äquatorebene ausgehen, so würde sich die Sonnne zu einer bestimmten Zeit stets in gleicher Position befinden. Allerdings bewegt sie sich in der Realität auf einer geneigten Bahn. Dadurch steht die Sonne unterschiedlich hoch und weist in ihrem Lauf regelmäßige Abweichungen zu einer gedachten mittleren Sonne auf. Desweiteren bewegt sich die Erde auf einer ellipsenförmigen Bahn, was zu unterschiedlichen Geschwindigkeiten ihres Bahnumlaufs führt. Addiert man diese Anomalien der wahren Erde gegenüber einer mittleren Erde, so entstehen die Abweichungen, die in der Grafik des Analemmas zum Ausdruck kommen. Die größten Differenzen entstehen Anfang Februar und Anfang November, während zu den Solstien sowie Ende August und Mitte April die Abweichung gleich Null ist.